Architectura Virtualis

Lorscher Kloster digital: Das Erbe von Manfred Koob

Das Erbe von Manfred Koob lebt weiter: Der Darmstädter Architekturprofessor, der im Alter von 61 Jahren im Mai 2011 verstorben war, erlangte mit der virtuellen Simulation zerstörter Synagogen weltweite Beachtung. Der gebürtige Heppenheimer hat gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Marc Gellert zahlreiche Bauwerke und Denkmäler am Computer digitalisiert und so für die Nachwelt erhalten. Auch das frühere Kloster Lorsch wurde dreidimensional rekonstruiert und ist als Dauerexponat im Museumszentrum zu erleben.

Bei der Stifterversammlung informierte Marc Gellert von der TU Darmstadt über den Fortgang der von Koob initiierten Projekte, die international für Aufsehen sorgen. Selbst die Unesco spricht mittlerweile von einem digitalen Kulturerbe.

In Bensheim erläuterte Gellert, der mit Koob die Gesellschaft "Architectura Virtualis" aufgebaut hat, dass das Lorscher Projekt dem Forschungsstand von 1994 entspricht und seither nicht weiter verfolgt wurde. Es sei damals sehr wenig Datenmaterial verfügbar gewesen, um eine präzise Rekonstruktion zu erstellen. Koobs Tod hat den universitären Wissenschaftszweig ausgebremst. Hinzu kommen mangelnde Geldgeber, die solche Arbeiten unterstützen. Bereits Ende der 90er Jahre hatte sich das Kuratorium dafür starkgemacht, dass die Gesellschaft in Lorsch eine Dependance mit Showroom errichtet. Ohne Erfolg. Tr

Architectura Virtualis

Besuchen Sie die Website unter:

www.architectura-virtualis.de