Blechmusik im Weinberg

Blasmusik aus der Welt des Jazz, des Marsch und des Schlagers gab es am Sonntag im Rebmuttergarten.

Bergstraße.  Der Stiftungs-Frühschoppen geht fremd: Am Sonntag den 18. August 2013. war erstmals der Rebmuttergarten in Heppenheim kommunikativer Treffpunkt für Musik- und Weinliebhaber, die der Einladung der Stiftung Unesco Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch gerne gefolgt sind. Für Stimmung sorgten die "Original Bläschbadscher": zehn Instrumentalisten aus dem Lorscher Musikzug Laurissa, die wegen ihres Faibles für die Blasmusik seit einigen Jahren als eigene Marke unterwegs sind.

Mit Songs aus den Bereichen Jazz, Marsch und Schlager sorgte die Laurissa-Hauskapelle für einen flotten Sound auf der schönen Terrasse mit Blick auf die Weinlage Centgericht. Die kernige Blasmusik harmonierte mit den Bergsträßer Weinen der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach. Bei einem Riesling oder Grauburgunder schmeckte das geballte Lorscher Blech nochmal so gut. Auch dann, wenn das Fest von gelegentlichen Regenschauern geärgert wurde.

Vorstandschef Dr. Norbert Bräuer ist mit der bisherigen Entwicklung der Stiftung zufrieden. Dennoch sei ein langer Atem nötig, um weitere Partner zu finden. Er geht davon aus, dass die öffentliche Wahrnehmung und damit auch das Interesse für das Welterbe nach Abschluss der Umbauarbeiten 2014 - dem Lorscher Jubiläumsjahr - zunehmen werden.

Stiftungsziel ist seit der Gründung im Februar 2011 die nachhaltige Förderung sämtlicher Projekte und Aktivitäten, die dem Erhalt des Welterbes und seiner kulturellen Bedeutung dienlich sind. Durch Kooperationen und Partnerschaften wird das internationale Netzwerk permanent ausgebaut und Völkerverständigung aktiv gelebt. Lorsch soll dabei die Bühne, aber kein begrenzter Handlungsspielraum sein. Stifter können sich sinnvoll "verewigen".

Um nah an den Bürger zu kommen, veranstaltet die Stiftung das ganze Jahr über kulturelle Veranstaltungen in Lorsch und darüber hinaus. Dr. Norbert Bräuer und seinen Mitstreitern geht es auch darum, die Menschen der Region in einem emotionalen Kontext anzusprechen und für die Sache zu begeistern. Der traditionelle Frühschoppen wird fortgesetzt. tr