Stiftung begrüßt drei neue Förderer


Bergstraße. Die Stiftung Unesco-Weltkulturerbe Kloster Lorsch wächst. Dem Vorstand ist es nach längerer Pause erneut gelungen, neue Stifter zu gewinnen. Das Stammkapital erhöht sich dadurch auf knapp 150 000 Euro. An historischer Stätte vor der Lorscher Königshalle trafen sich die neuen Partner. Dazu gehören die Wohnbau Bergstraße mit Sitz in Bensheim, die von Claus Horn repräsentiert wurde, der Lorscher Unternehmer Friedel Drayß (Back- und Brauhaus) sowie Frank Löffelholz vom gleichnamigen Herrenmodegeschäft. Für die Genossenschaft waren außerdem Ulrich Obermayr und Dr. Robert Beier aus dem Aufsichtsratsvorstand vor Ort.

"Mit dieser Zustiftung dokumentieren die regional verankerten Unternehmer ihr Bekenntnis zu einer gesellschafts- und kulturpolitischen Verantwortung als gelebtes Element ihrer Geschäftspolitik", so Dr. Norbert Bräuer. Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands freut sich, dass sein Weckruf erhürt wurde. Im Januar hatte Bräuer im Rahmen der Stifterversammlung in Heppenheim eine stagnierende Zahl an Unterstützern gemeldet. 2014 war es trotz intensiver Gespräche mit Sympathisanten der Idee nicht gelungen, weitere Mitstreiter in die Stiftung zu holen. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Bruno Eichhorn habe er die Fühler weiter ausgestreckt. Mit Erfolg.

"Die neuen Unternehmen unterstreichen mit ihrem Engagement die Förderwürdigkeit eines kulturhistorischen Standortjuwels und dessen überregionale Strahlkraft, die sich nicht an kommunalen Grenzen bricht", so Bräuer, der den Zustiftern ein "Unternehmensleitbild jenseits des Renditegedankens" attestiert. Auch durch kleinere finanzielle Beträge werde das Welterbe weiter nach vorn gebracht.

Stiftungsziel ist seit der Gründung im Februar 2011 die Förderung sämtlicher Projekte und Aktivitäten, die dem Erhalt des Welterbes und seiner kulturellen Bedeutung dienlich sind. Durch Kooperationen und Partnerschaften wird das internationale Netzwerk permanent ausgebaut und Völkerverständigung aktiv gelebt. Lorsch soll dabei die Bühne, aber kein begrenzter Handlungsspielraum sein. tr

Bild: Lotz